Der Düsseldorfer Appell wurde 1991 auf Initiative des Jugendrings von einem breiten Querschnitt aus Verbänden, Zuwandererselbstorganisationen, den demokratischen Parteien, Gewerkschaften und Kirchen ins Leben gerufen. Tausende von Düsseldorfern haben damals den Aufruf gegen Rassismus und Ausländerfeindlichkeit unterschrieben und repräsentierten somit das breite Spektrum unseres demokratischen Gemeinwesens.
Seit 1993 dank einer Spende der „Toten Hosen“ und ab 1997 durch die finanzielle Unterstützung der Stadt Düsseldorf mit einer hauptamtlichen Stelle versehen, versteht sich der Düsseldorfer Appell als überparteiliches bürgerschaftlich verfasstes Bündnis gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus.
Diese gesellschaftliche Breite ist eine Besonderheit des Düsseldorfer Appells, „denn ob sie
für sie alle gilt: Die Menschenrechte und die grundgesetzlich geschützte Würde des Menschen verbieten es, Menschen zum Objekt von Hass und Verfolgung zu machen.“ (Düsseldorfer Appell von 1991)
Die mit dem Düsseldorfer Appell verbunden Menschen setzen sich daher stetig und nachhaltig für ein respektvolles Miteinander von Menschen unterschiedlicher ethnischer, religiöser oder kultureller Herkunft ein.
Wir wenden uns unmissverständlich gegen Antisemitismus, Fundamentalismus, Rassismus und rechtsextremistische Gewalt, aber ebenso gegen populistische Zuschreibungen und individuelle Herabwürdigung.
Der seit Jahren zu verzeichnende Anstieg rechtsextremer Straftaten und die mehr als 133 Todesopfer rassistischer Gewalt seit 1990 belegen, wie notwendig ein engagiertes Wirken gegen diese Art des politischen Extremismus ist.
Im engen Zusammenhang damit steht daher unser konstruktives Eintreten für ein sozial gerechtes Gemeinwesen und für eine beteiligungsfreundliche, interkulturell geprägte Stadtgesellschaft.